Die Geschichte des Datsun Sports: Eine sportliche Ikone der 1960er Jahre

Das Dröhnen klassischer Motoren, die Eleganz von Roadstern und der harte Wettbewerb in der Sportwagenszene der 1960er Jahre lassen die Legende des Datsun Sports lebendig werden. Von Nissan unter dem Namen Datsun Fairlady auf dem japanischen und australischen Markt hergestellt, wurden diese Roadster mit ihrem unverwechselbaren Design und ihrer beeindruckenden Leistung zu würdigen Konkurrenten der renommierten europäischen Sportwagen wie MG, Triumph, Fiat und Alfa Romeo.

Die erste Version: S211 und SPL212/SPL213

Das Datsun-Sport-Epos begann 1959 mit der Einführung des S211, dem ersten Modell der Serie. Dieser zweitürige Roadster wurde von einem 988-cm³-Motor der C-Serie angetrieben, der 37 PS leistete, und verfügte über eine Karosserie aus Fiberglas, die vom Design der Chevrolet Corvette beeinflusst war. Nur 20 Exemplare wurden produziert, was den S211 zu einem der seltensten Datsun-Modelle macht.

Mit dem 1960 eingeführten SPL212/SPL213, der den Übergang zur Stahlkarosserie markierte, wurde die Serie weiterentwickelt. Ausgestattet mit einem 1,2-Liter-Motor der E-Serie und einer Linkslenker-Karosserie, war dieses Modell das erste, das den Namen „Fairlady“ trug, inspiriert durch das Broadway-Musical „My Fair Lady“. Seine Seltenheit und sein Wert wurden 1996 unter Beweis gestellt, als ein Satz unrestaurierter SPL212-Modelle für sage und schreibe 100.000 Dollar verkauft wurde.

Foto: ©Toyota

Die zweite Generation: SP310/SPL310 und SPL311/SP311

Mit der Einführung der zweiten Generation im Jahr 1961 machte der Datsun Sports einen kühnen Sprung nach vorn. Diese Generation war für die Massenproduktion konzipiert und umfasste bemerkenswerte Modelle wie den SP310/SPL310 und SPL311/SP311. Diese Roadster, die in den Exportmärkten als Datsun 1500/1600/2000 Roadster verkauft wurden, eroberten die Rennszene und gewannen 10 nationale SCCA-Meisterschaften.

Der SP310, bekannt als Fairlady/Sports 1500, debütierte 1963 mit einem 77 PS starken 1,5-Liter-G15-Motor. Später kam der SPL311/SPL310, in Nordamerika auch Datsun 1600 genannt, mit einem 96 PS starken 1,6-Liter-R16-Motor auf den Markt. Dieses Modell wurde 1965 zusammen mit der Einführung des ersten Nissan Silvia Coupés, das die Plattform des SPL311 nutzte, stilistisch verändert.

Entwicklung zur Leistung: SR311/SRL311

Die Blütezeit des Datsun Sports kam mit dem SR311/SRL311 im Jahr 1967. Dieses Modell, das auch als Datsun 2000 bekannt war, wies eine deutliche Verbesserung auf. Ausgestattet mit einem 2,0-Liter-U20-Motor und einem Fünfgang-Schaltgetriebe bot dieser Roadster für seine Zeit eine erstaunliche Leistung.

Der SR311/SRL311 mit seinem 2,0-Liter-SOHC-Motor leistete in seiner ursprünglichen Konfiguration 135 PS. Ein optionales Wettbewerbspaket sorgte für noch mehr Leistung und erreichte 150 PS. Dieses Modell glänzte bei SCCA-Rennen und wurde als erschwinglicher Sportwagen gelobt. Sein attraktiver Preis und seine beeindruckende Leistung machten es zu einer beliebten Wahl unter den Autoenthusiasten.

Bleibendes Vermächtnis: Das Ende einer Ära

Die Geschichte des Datsun Sports endete im April 1970, als das letzte Modell SR311 produziert wurde. Im Laufe ihrer Geschichte hinterließen diese Roadster einen unauslöschlichen Eindruck in der Automobilkultur. Ihr zeitloses Design und ihre außergewöhnliche Leistung machen sie zu begehrten Schätzen für Oldtimersammler.

Rückblickend war der Datsun Sports nicht nur ein führender Konkurrent auf der internationalen Bühne, sondern trug auch dazu bei, den Ruf von Nissan in der Sportwagenwelt zu festigen. Mit jedem Aufheulen des Motors und jeder bezwungenen Kurve schrieben diese Roadster ein unvergessliches Kapitel in der Geschichte der klassischen Sportwagen.