BMW Glass GT. Der italienische BMW

Was ist die Geschichte hinter dem italienischsten BNW? Der Glas GT war ein Sportcoupé, das von der Hans Glas GmbH in Dingolfing, Deutschland, hergestellt wurde. Der Wagen wurde erstmals als Glas 1300 GT im September 1963 auf der Frankfurter Automobilausstellung vorgestellt, die Produktion begann im März 1964. Die viel seltenere Cabriolet-Version erschien im Mai 1965 und der 1700 GT im Mai 1965.

Die Auslieferung des Glas 1300GT begann im März 1964. Die Karosserie wurde von der piemontesischen Firma Frua aus Moncalieri entworfen, daher unterscheidet sich ihr Aussehen so sehr von dem der Münchner Autos und ähnelt eher den Alfa Romeo und Maserati jener Zeit. Die Karosserie wurde in Moncalieri, in der Nähe von Turin, von den Maggiora-Werken gebaut und dann zur Endmontage in das Glas-Werk in Dingolfing geschickt. Der Motor mit einem Hubraum von 1.290 cm³ war eine Version des Aggregats, das seit 1962 das Modell 1004 des Herstellers angetrieben hatte. Die Leistung dieses Modells betrug 55 kW (75 PS) und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h (106 mph).

Im September 1965 wurde die Höchstleistung auf 62,5 kW (85 PS) erhöht. Der Wagen wurde mit größeren Rädern ausgestattet und die Höchstgeschwindigkeit auf 175 km/h erhöht.

 

1700 GT
Ab September 1965 konnten Fahrzeuge mit dem 1.682-cm³-Motor der neuen Limousine Glas 1700 TS bestellt werden, der eine maximale Leistung von 74 kW (100 PS) und eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h (115 mph) hatte.

 

BMW 1600 GT

Und damit kommen wir zum Kern der Sache. Ab Sommer 1967, im letzten Jahr seines Bestehens, trat der Glas GT mit einem BMW-Emblem und -Kühlergrill, einer BMW-Hinterradaufhängung und einem BMW-Motor auf den Plan. Warum? BMW hatte das Unternehmen aufgekauft, um die Patente der Marke und die hochqualifizierten Ingenieure zu übernehmen. Mit der Übernahme durch BMW wurde der GT so modifiziert, dass er den 1.573-cm³-BMW-Motor aufnehmen konnte, der bereits im BMW 1600 eingebaut war. Durch die Verwendung des BMW-Motors stieg auch die Leistung des Wagens auf 77 kW (105 PS) an. BMW nutzte auch die Gelegenheit, „neue“ runde Rückleuchten einzubauen, wie sie ab 1966 im BMW 1602 verbaut wurden, und den Kühlergrill so umzugestalten, dass er den BMW „Doppelnieren“-Kühlergrill enthält.

Vertrieb

Zwischen 1964 und 1967 produzierte Glas 5.376 GTs, darunter 363 Cabriolets. Zwischen Juni 1967 und August 1968 wurden weitere 1.269 Fahrzeuge produziert.

BMW-Glas 3000 V8 Pietro Frua