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Albrecht Graf von Goertz, der Designer des BMW 507

Albrecht Graf von Goertz war ein Industriedesigner, der unter anderem den BMW 507 entwarf. Geboren in einer adligen Familie in der Region Hannover, arbeitete er zunächst als Bankangestellter in Deutschland, ging aber nach einer Zeit in England in die USA, wo er Arbeit in einer Fabrik fand und gleichzeitig als selbständiger Autoreparateur arbeitete, seine große Leidenschaft, die ihn 1939 dazu brachte, sein erstes Auto auf der Basis eines Mercury zu entwerfen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und seinem Dienst in der US-Armee im Pazifik studierte er am Pratt Institute, wo er die Aufmerksamkeit des Designers Raymond Loewy auf sich zog, mit dem er für Studebaker arbeitete.

Im Jahr 1953 ließ er sich als selbständiger Designer in New York nieder und gründete die Goertz Industrial Design Inc. Auf Wunsch des BMW-Importeurs für die Vereinigten Staaten legte er der Unternehmensleitung seine Designvorschläge für einen Sport-Roadster vor, die genehmigt wurden und aus denen zwei legendäre Fahrzeuge hervorgingen: der BMW 503 und der BMW 507.

Entwurfsarbeit am BMW 503, entworfen von Goertz

Beide Autos waren aufgrund der begrenzten Präsenz der deutschen Marke in den Vereinigten Staaten zu jener Zeit zu teuer, um sich gegen ihre Konkurrenten durchsetzen zu können, so dass sie nicht so erfolgreich waren wie erwartet. Heute erzielen die wenigen überlebenden 507er auf dem Markt bis zu zwei Millionen Euro. Das BMW-Museum in München ist im Besitz eines Wagens, der Elvis Presley gehörte.

Goertz posiert mit einem anderen seiner Werke, dem Datsun – Nissan 240 Z.

Goertz war auch für das Design des japanischen Sportwagens Datsun 240 Z verantwortlich und präsentierte Porsche seine Designarbeit, eine Sportback-Variante des VW-Porsche 914, die auf dem Turiner Autosalon ausgestellt wurde, aber seine Arbeit wurde nie genehmigt.

Goertz-Designvorschlag für Porsche

Albrecht Graf von Goertz ist 2006 in Kitzbühel, Österreich, gestorben.